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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Weißer Knollenblätterpilz (amanita virosa)

Wulstlinge (Amanita)

  • tödlich giftig
  • Mischwald
  • © Ewald Gerhardt (Heimische Pilze - BLV Velagsgesellschaft mbH, 1995)
  • Allgemein: Das Gift zeigt eine relativ lange Latenzzeit. In der Regel treten erst etwa 10 Stunden nach dem Verzehr massive Durchfälle und starkes Erbrechen auf. "Bei diesen Symptomen muss man sofort eine Klinik aufsuchen". Denn nur wer rechtzeitig kommt, kann noch von einem Gegengift profitieren. Mediziner setzen hier Silibinin ein, welches sie aus der Mariendiestel gewinnen.
    Das Serum hat die Tödlichkeit des Knollenblätterpilzes deutlich gesenkt. "In den Siebziger Jahren starb noch ungefähr jeder vierte an der Vergiftung, heute liegt die Letalität nur noch bei rund sechs Prozent". Kommt ein Patient zu spät in die Klinik, dann setzt ein bis zwei Tage nach der Vergiftung der Leberzerfall ein. Hier kann dann nur noch eine Transplantation helfen.
  • Hut: 3-10 cm breit, jung kugelig bis eiförmig, trocken seidig glänzend, bei Nässe klebrig, später kegelig-glockig, aber auch ausgebreitet. Rand lange eingebogen. Deckschicht als dünne Haut abziehbar
  • Unterseite: Lamellen weiß, frei






  • Stiel: 8-15 cm lang, längsfaserig-rissig, seidig glänzend und weiß. Schleier sehr dünnhäutig, bleibt als fetzig-zerrissene Manschette am Stiel. Knolle: mit häutiger, oft anliegender Scheide


  • Fleisch: weiß, unangenehm riechend (süßlich-rettigartig) - nicht probieren, kann bereits vergiften!!


  • Wo: im Laub- und Nadelwald
  • Wann: Juli bis Oktober
  • Ähnlichkeiten Schafchampignon, weißer Anis-Egerling (agaricus arvensis)