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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Eichenmilchling (lactarius quietus)

Milchlinge (Lactarius)

  • eßbar(!)
  • Mischwald
  • © Ewald Gerhardt (Heimische Pilze - BLV Velagsgesellschaft mbH, 1995)
  • Allgemein: fleischrötlicher, schnell gelblich milchender , nach Blattwanzen riechender Pilz mit leicht gezontem Hut, helleren Blättern, unter Eichen.
  • Hut: fleischig; anfangs rötlich braun, später ziegelrötlich bis zimtbräunlich, trocken ausblassend, Hutmitte dunkler; oft undeutlich zum Rand hin gezont, mitunter auch von Flecken unterbrochen ; zuerst leicht schmierig-klebrig, dann stumpf und trocken, manchmal schwach bereift; anfangs gewölbt, dann mit schwach niedergedrückter Mitte, meist ohne Buckel, schließlich flach trichterförmig, Rand zuerst eingebogen, auch später noch gebogen, zuletzt oft wellig; 3 – 10cm breit.
  • Unterseite: Lamellen: am Stiel gerade angewachsen bis herablaufend, ziemlich gedrängt, mit zahlreichen Zwischenblättchen untermischt; zuerst grau-rötlich-weiß. Später blassrötlich oder ziegelrötlich: an den Schneiden oft rostbraun fleckend: im Alter häufig durch Sporen weißlich bestäubt.
  • Stiel: jung fest, voll, mit ausgestopfter Mitte; blass roströtlich, später hohl, oft längsfurchig oder leicht grubig, nach oben und unten leicht verjüngt; 3 – 6cm lang, bis 1,2cm stark.
  • Fleisch: im Hut dick und fest, blass ziegelrötlich, in der Stielmitte fast weiß; Geruch unangenehm nach Blattwanzen, Geschmack mild bis bitterlich, nach längerem Kauen unangenehm – vor allem bei trockenen Pilzen.
    Milch: auch bei kleinen Verletzungen sofort und reichlich, dann nachlassend milchend; an Luft schnell cremgelblich verfärbende; mild, im Nachgeschmack leicht bitter.
    Sporenstaub: weißlich bis blass gelblich.
  • Wo: in Laub- und Mischwäldern stets bei Eichen (Mykorrhiza-Pilz), sowohl auf sauren, neutralen und Kalkböden, nicht jedoch in Mooren; meist sehr gesellig, verbreitet in Mittel- und Osteuropa vom Flachland bis in die Mittelgebirge.
  • Wann: Jun - Okt
  • Ähnlichkeiten Mit anderen – ähnlich gefärbten – Milchlingen. Es gilt hier die Sammlerregel ähnlich wie bei den Täublingen: milde Milchlinge sind genießbar!