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Grünblättriger Schwefelkopf (hypholoma fasciculare)

Schwefelköpfe (Hypholoma)

  • giftig
  • Mischwald
  • © Ewald Gerhardt (Heimische Pilze - BLV Velagsgesellschaft mbH, 1995)
  • Allgemein: Der Grünblättrige Schwefelkopf ist ein Giftpilz. Seine Giftstoffe wirken auf Magen und Dünndarm und lösen Erbrechen sowie Durchfälle aus.

    Wer an Holzstrünken wachsende Blätterpilze sammelt, sollte den Grünblättrigen Schwefelkopf unbedingt kennen. Geschmacksproben von seinem Fleisch - das sehr bitter schmeckt - dürfen keinesfalls hinuntergeschluckt werden.
  • Hut: Der bis 6 cm breite Hut ist glatt und meist schwefelgelb mit einer orangebraunen Mitte.
  • Unterseite: Die dicht stehenden Lamellen sind zunächst schwefelgelb, dann gelbgrünlich bis oliv und im Alter durch die ausfallenden Sporen bräunlich.

    Die Sporen sind purpurbraun
  • Stiel: Der bis 10 cm lange und kaum 1 cm breite Stiel ist blassgelb und an der Basis orangebraun. Stiel sowie Hut können undeutliche Schleier- bzw. Velumreste aufweisen.
  • Wo: Dieser kleine Blätterpilz wächst oft in großen Büscheln (lat. fascicularis = büschelig) meist an totem Laubholz, seltener auf Nadelholz. Dies können Wurzelballen, alte Stämme oder Baumstümpfe vor allem von Kiefer und Rotbuche sein.
  • Ähnlichkeiten Von unkundigen Pilzsammlern kann er leicht mit dem essbaren Graublättrigen Schwefelkopf, der graue Lamellen besitzt, sowie mit dem hervorragenden Speisepilz Stockschwämmchen, dessen Stiel beringt ist, verwechselt werden. Ähnlich ist auch der Ziegelrote Schwefelkopf, dessen Hut eine kräftigere, ziegelrote Färbung besitzt. Die inzwischen widerlegte Annahme der Grünblättrige Schwefelkopf wäre Amanitin-haltig (vgl. Knollenblätterpilze) beruht wohl auf Verwechslungen mit dem Gifthäubling (Galerina marginata).