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zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Papageigrüne Saftling (Hygrocybe psittacina)

Saftlinge (Hygrocybe)

  • ungenießbar
  • Wiese
  • Allgemein: Man hat die bunten Saftlinge (Hygrocybe) schon mal die „Orchideen unter den Pilzen" genannt: Knallrote, rosafarbene, gelbe, violette, braune, graue und weiße Arten gibt es – und eben ihn, den „Papageigrünen Saftling" (Hygrocybe psittacina). Er ist ein exotisch anmutender Pilz, der bei uns nur auf ungestörten Wiesen wächst. Sobald sein äußerst empfindliches Habitat durch landwirtschaftliche Intensivnutzung mit Dünger oder durch Pestizide gestört wird, ist die artenreiche Lebensgemeinschaft der Pilzflora gefährdet. Den Papageigrünen Saftling findet man häufig zusammen mit anderen Saftlingen, mit Rötlingen, Erdzungen, Bovisten und verschiedenen Korallen- und Keulenpilzen. Noch heute ist unbekannt, warum die meisten Saftlinge bei uns auf Wiesen wachsen, während man sie in anderen Kontinenten oft in Wäldern findet. Auch ein anderes Rätsel bleibt bisher ungelöst: das intime Zusammenleben der Saftlinge mit den Gräsern und Kräutern im vielfältigen und komplexen „Lebensraum Wiese". Übrigends: Für den Kochtopf ist er nicht geeignet.
    Pilz des Jahres 2003
  • Hut: feucht glänzender, grüner Hut, der im Alter oft ins Gelbliche ausblasst und selten breiter als 5 cm wird
  • Unterseite: Gelbe Lamellen
  • Stiel: glatter, tiefgrüner bis ocker-orangefarbener Stiel, der wie auch der Hut, bei Feuchtigkeit schmierig-schleimig ist.
  • Wo: ungedüngte oder allenfalls extensiv genutzte Wiesen wie Magerrasen, Dünenstandorte, alpine Matten oder auch ungedüngte Zierrasenflächen in Gärten und Parks.