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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Dunkelrandiger Düngerling (panaleus subbalteatus)

Düngerlinge (Panaeolus)

  • sehr giftig
  • Wiese
  • Allgemein: Der Dunkelrandige Düngerling ist in Europa weit verbreitet. Der Pilz kommt auch in den Subtropen und Tropen vor (Asien, Amerika).
  • Hut: Sein 2 bis 6 cim breiter etwas gebuckelter Hut breitet sich schnell flach aus.
    Er ist zunächst feucht braun, verblasst in der Mitte bei zunehmendem Trocknen, wodurch der Rand oft deutlich dunkler erscheint (daher der deutsche Name).
  • Unterseite: Er hat ausgebuchtete, rotbraune Lamellen, die später durch die Sporen schwarz werden.
  • Wo: Er gedeiht auf gedüngtem, grasigem Boden, besonders auf Pferdewiesen und im Zusammenhang mit Pferdedung.
  • Ähnlichkeiten Der Düngerling kann mit dem Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) verwechselt werden.
    halluzinogen
    Der Dunkelrandige Düngerling enthält neben ca. 0,7 % Psilocybin und 0,46 % Baeocystin viel Serotonin, auch 5-Hydroxy-Tryptophan, aber kein Psilocin. Es ist fraglich ob das Serotonin bei Einnahme der Pilze tatsächlich ins Gehirn gelangt. Die experimentelle Pharmakologie hat gezeigt, dass Serotonin, oral verabreicht, nicht das Gehirn ereicht. Dennoch ist der Effekt von Panaeolus subbalteatus nach allen berichteten Erfahrungen anders als die Wirkung von Pilzen, die nur Psilocybin enthalten; sie ist mehr empathogen, aphrodisisch, aber trotzdem visionär. Man kann die einzelnen Visionen länger betrachten und in Ruhe anschauen. Der Pilz ist ab 1,5 g Trockengewicht psychoaktiv; eine visionäre Dosis liegt bei 2,7 g. Seine Psychoaktivität wurde durch versehentlichen Konsum entdeckt.