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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Echter Reizker (lactarius deliciosus)

Milchlinge (Lactarius)

  • sehr gut eßbar
  • Nadel
  • weiterer Name: Edelreizker
  • Allgemein: Jung flach später Trichterförmig, 5-10 cm breit, orangene Milch, eingerollter Rand, 3-7 cm hoch.
    Sämtliche Reizkerarten sind weniger zum Kochen geeignet sondern besser zum Braten. Übrigens kann sich nach dem Genuss von Reizkern der Urin rot färben, was jedoch völlig harmlos ist.
  • Hut: Die Hüte werden bis 20 cm breit und wellig, es ist also eine sehr große Art. Die Huthaut ist mehr oder weniger fleckig und weist oft konzentrische Ringzonen auf.
  • Unterseite: Die Lamellen sind meist herablaufend und lebhaft orange gefärbt.
  • Stiel: Der Stiel ist im Alter hohl, wie der Hut gefärbt und weist charakteristische, sehr flache Gruben auf.
  • Fleisch: Das Fleisch ist zunächst orange und kann im Alter auch grünliche Töne ausbilden.
    Die Milch ist orangerot gefärbt und vergrünt nach einigen Stunden.
  • Wo: Der Edelreizker ist ein Mykorrhiza-Pilz der Kiefer. Er bevorzugt neutrale bis kalkhaltige Böden.
  • Wann: Aug - Okt
  • Ähnlichkeiten Unter der Bezeichnung “Echte Reizker” oder “Blutreizker” meint man im Volksmund manchmal noch ähnliche Arten, die allesamt essbar oder zumindest ungiftig sind. Ein gemeinsames und sicheres Merkmal ist ihre rötliche Milch, die sie von anderen ungenießbaren oder giftigen Milchlingen unterscheidet. Als sehr gute Speisepilze gelten der Spangrüne Kiefernreizker (L. semisanguifluus), sowie der Weinrote Kiefernreizker (L. sanguifluus). Ersterer unterscheidet sich vom Edelreizker durch den nicht grubigen Stiel und die bei älteren Exemplaren dunkelgrün verfärbenden Hüte. Letzterer bildet an Schnittstellen eine sich rasch weinrot verfärbende Milch.
    Der am häufigsten vorkommende Fichtenreizker (L. deterrimus) ist geschmacklich eher minderwertiger als die oben genannten Reizker. Diese Art bekommt an Berührungsstellen schon bald grüne Flecken. Er kommt nur unter Fichten vor.
    Eine weitere Art, die nur unter Tannen wächst, ist der Lachsreizker (L. salmonicolor). Da sein Geschmack schon eine ziemlich bittere Komponente aufweist, gilt er den meisten Küchenmykologen als ungenießbar.