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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae)

Rostpilze (Uredinales)

  • ungenießbar
  • Laub
  • weiterer Name: Weißdorn Gitterrost
  • weiterer Name: Malvenrost
  • Allgemein: Der Erreger gehört zu den wirtswechselnden Rostpilzen. Er benötigt für seine vollständige Entwicklung als Hauptwirt verschiedene Wacholder-Arten (der einheimische Wacholder Juniperus communis ist keine Wirtspflanze) und als Nebenwirt die Birne.

    Der Pilz lebt ausdauernd in befallenen Wacholder-Arten. Im Frühjahr werden an verdickten Triebstellen die gallertartigen Wintersporenlager gebildet. Besonders während Regenperioden werden zahlreiche Sporen freigesetzt, die mit dem Wind auf ihren Nebenwirt, die Birne, gelangen. Auf der Birne entstehen als erste Symptome ab der Blütezeit kleine orangerote Flecken auf Blättern und seltener Früchten und Trieben, die sich den Sommer über vergrößern. Auf der Blattunterseite wachsen im Spätsommer auf warzenförmigen Wucherungen die typischen Sporenbehälter (Aecidien). Die sie anfangs umschließende Haut reißt in ein regelmäßiges Gittergeflecht auf (daher der Name Birnengitterrost) und gibt die Aecidiosporen frei. Diese infizieren wiederum anfällige Wacholderarten und können über Jahre in ihren Wirtspflanzen als Pilzgeflecht überleben. Große Schäden sind dadurch nicht zu erwarten.
  • Unterseite: Sporenpulverfarbe: weiß
  • Stiel: Gelblich, gebogen.
  • Fleisch: Gelblich, häutig-lederig, gummiartig, ähnlich dem Klebrigen Hörnling.
    Geruch: unbedeutend
    Geschmack: mild, neutral
    Fruchtkörper: gelblich, keulenförmig
  • Wo: An Laubhölzern, in Gärten, Parks, Wälder, parasitär
  • Wann: ganzjährig
  • Ähnlichkeiten Goldgelber Zitterling, von der leuchtend gelben Farbe der Klebrige Hörnling oder im Jugendstadium anderen Rostpilzen.