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Notruf
zur Zeit 383 Pilze erfasst
 

Blauender Kahlkopf (psilocybe cyanescens)

Kahlköpfe (Psilocybe)

  • sehr giftig
  • Mischwald
  • Allgemein: Als halluzinogene Wirkstoffe sind besonders Psilocybin, Psilocin und Baeocystin in vielen sonst kaum auffälligen Pilzarten ermittelt worden. Das Psilocybin mit seiner stabilisierenden Phosphatgruppe ist die häufigste und beständigste Wirksubstanz unter den dreien. Die Zeit der Halluzipilze beginnt nach Mitte September und dauert bis in den Oktober hinein. Sie sind aber wegen der - ganz im Gegensatz zum nicht ungefährlichen Fliegenpilz - unscheinbaren Färbung und geringen Größe (der Hut erreicht in Durchmesser und Höhe meist nur einen Zentimeter) nur von echten Kennern aufzufinden.
    Psilocybe cyanescens ist ein etwas leichter zu züchtender Pilz als Cubensis, da er auch erfolgreich im Freiland angebaut werden kann und dort recht pflegeleicht ist. Der Psilocybingehalt schwankt, kann aber bei Psilocybe cyanescens Wakefield bis zu 2% der Trockenmasse betragen.
  • Hut: 2-5 cm, anfangs gewölbt, später flach ausgebreitet, eventuell nach oben unregelmäßig verbogen, bei Nüsse braun, nach milchkaffefarben austrocknend, Hüte alter Fruchtkörper meist mit blauen Flecken, junge Fruchtkörper verfärben in frischem Zustand bei Druck oder Verletzung schnell blaugrün bis reinblau
  • Unterseite: Lamellen:
    blass ockerbräunlich und später dunkelbraun, schwach ausgebuchtet und kurz herablaufend, Blaufleckigkeit möglich.
  • Stiel: bis 13 cm lang, jedoch meistens unter 10 cm, weiß stark blauend, die Stiele sind mit starken Mycelfäden im Substrat verankert, oder durch diese Mycelfäden mit anderen Pilzen verbunden, das Mycel ist ebenso blau verfärbend.
  • Fleisch: weißlich, stellenweise bläulich, Geruch rettich- bis mohnartig, teilweise bitteren Geschmackes.
  • Wo: Insgesammt selten in Europa, die meisten Funde wurden in der ehemaligen Chechoslovakei getätigt. Die Art wächst in feuchten Wäldern und an Wasserläufen auf Holz- und Laubresten, wächst aber auch in Fichtenwäldern und auf Schilf- und Brenneslresten.
  • Wann: Sep.-Okt.